4. bis 5. September 2026 – Uhrzeiten noch unter Vorbehalt
Bis zum Vorabend der Landtagswahlen wird um Deutungshoheit und Wählerstimmen gerungen. Die Kirchen positionieren sich klar gegen Rechts und machen von ihrem Wächteramt gebrauch. Doch das Ringen geht bis tief in die Gemeinden hinein. Die Tagung bietet einen Fach- und Forumstag für Menschen, die im Glauben an Gott – frei und fromm – eine starke Identität finden. Wird die identitätsstiftende Kraft des Glaubens in Zeiten zunehmender nationalistischer Tendenzen zur Gefahr? Wo laufen die Grenzen zwischen rechtem Glauben und „rechtem“ Glauben, also einem Glauben der antipluralistisch, autoritär und patriarchal, Ausgrenzung und Ungleichheit stützt? Ein kenner der rechtsnationalen christlichen Szene in den USA ist der Journalist Arndt Henze. Er stellt sein Buch „Mit Gott gegen die Demokratie – Warum der christliche Nationalismus alle angeht“ vor. Ausgehend von dieser Beschreibung bietet die Veranstaltung Gelegenheit die Situation in Ostdeutschland zu reflektieren, für die eine weitgehende Entkirchlichung ein prägendes Merkmal ist. Trotzdem werden “Kirchensteuerkirchen” zum Feind der patriotischen Bestrebungen hierzulande erklärt und die förderung „kleiner Kirchen“ in Aussicht gestellt. Eine Tagung in Kooperation mit der AG Konfessionen und Weltanschauungen der EKM, dem Forum für Gemeinschaft und Theologie, Sachsen sowie der Ev. Akademie Sachsen.
Veranstaltungsort: Evangelische Akademie, Schlossplatz 1d, 06886 Lutherstadt Wittenberg
